Hopfen

Für ruhige Nächte und Nerven

Jeder kennt Hopfen als ein Hauptbestandteil von Bier. Die Kletterpflanze hat allerdings noch mehr Potenzial: In ihr schlummert die Kraft der Ruhe. Die heilenden Wirkstoffe von Hopfen fördern sanft den Schlaf in der Nacht und beruhigen die Nerven am Tag.

Jedes Jahr aufs Neue wächst Hopfen aus seinem unterirdischen Wurzelstock hoch in Richtung Sonne. Bis zu sechs Meter klettert die Pflanze in die Höhe. Wild wächst sie bevorzugt an Standorten mit ausreichend Feuchtigkeit wie an Waldrändern, auf Lichtungen oder in Gebüschen. Vor allem wird Hopfen in Deutschland fürs Bierbrauen oder die Arzneimittelherstellung kultiviert.

Der Hopfenanbau hat langjährige Tradition. Im Mittelalter beobachteten Mönche, dass die gelbgrünen Zapfen die Haltbarkeit von Lebensmitteln zu erhöhen vermögen. Denn die Bestandteile des Hartharzes hemmen das Wachstum von Bakterien und Pilzen. Seitdem wird Hopfen als Konservierungsmittel beim Bierbrauen eingesetzt, und genau dies verleiht dem beliebten Getränk seine herbe Note.

Wie Cannabis gehört Hopfen zur Familie der Hanfgewächse. In der Pflanze mit dem botanischen Namen Humulus lupulus sind die Hopfenbitterstoffe Humulon und Lupulon enthalten. Diese sind verantwortlich für die beruhigende Wirkung im menschlichen Körper. Als grüngelbe, klebrige Masse können sie aus den weiblichen, unbefruchteten Hopfenzapfen herausgeklopft werden.

Ruhe und Entspannung kommen zum einen von eben diesen Bitterstoffen, zum anderen aber auch von ihren Abbauprodukten. Ob diese jedoch schon in der Pflanze selbst enthalten sind, sie erst während der Verarbeitung oder sogar erst nach der Aufnahme im Körper entstehen, ist wissenschaftlich noch nicht geklärt. Sicher ist aber, dass die Stoffe durch Erhitzung kaputt gehen. Das Brauen ist auch deswegen der Grund, warum die Bitterstoffe im Bier kaum beruhigend wirken.

Hopfenpräparate, die zur Beruhigung eingesetzt werden, sind deshalb nur aus der Apotheke wirklich sinnvoll. Sie helfen bei leichter bis mittelschwerer Unruhe, Übererregbarkeit, nervösen Einschlafstörungen und ganz allgemein bei Spannungszuständen. Um die Wirkung noch zu verstärken, wird der Hopfenextrakt häufig mit anderen beruhigenden Heilpflanzen wie Baldrian, Melisse oder Passionsblume kombiniert. Hopfen kann auch noch mehr: Die Bitterstoffe regen zum Beispiel auch die Magensaftproduktion an und fördern damit die Verdauung.

Hopfen ist als Filmtablette oder in Form von Tropfen zum Einnehmen erhältlich. Lassen Sie sich zur Anwendung, Wirkweise und Einnahme von einer unserer Fachpersonen beraten.

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